lzo I. Th. 2. Abschtt. IO. Kap.
mit sich nach Hause nehmen. 'Zwar sagt manauch zu Hause geben, eilen, kommen; aber amrichtigsten braucht man zu bey dem Worte Hausnur im Stande der Ruhe, zu Hause seyn, blei-den; im Stande der Bewegung aber nach. Fer-ner mit noch andern Substantiven, nach der Scadrgehen, reiten, fahren, der lVeg gehet nachdem Ü)alde, nach dem Flusse, etwas nach(zu) sich ziehen. Besonders von der bloßen Rich-tung : den Mantel nach dem XVinde hängen,der N>ind drehet sich nach Morgen, nachdem TValde zu gehen. Auch wenn der Gegen-stand derselben eine Person oder Sache ist: nachjemanden hauen, schlagen, siechen, zielen;nach ecrvas langen, greijfcn, sich nach jemansden umsehen, nach etwas schnappen, sprin-gen. Aus dieser mehr eigentlichen folget die figür-liche Bedeutung der Richtung der Wirksamkeitdes Gemüthes, der Begierde, des Verlangens u. s.s.nach jemanden fragen, nach etwas forschen,trachten, sich sehnen, sireben, jemanden nachdein Leben stehen, nach etwas seufzen,schmachten, mich durftet nach Mein.
2. Eine Bewegung und oft auch einen Zu-stand im Rücken oder hinter einer andern Personund Sache, sowohl i. in Absicht des Ortes: er ge-het nach nur, sie kommen nach einander, et-was nach sich ziehen. Oft mit dem Nebenbeigriffe der Ordnung: er folgt nach mir. Inglei-chen figürlich in Betrachtung des Werthes, derWürde: der zweyte nach dein Zxönige, nachihm ist mir niemand lieber, als du, das beste2?uch nach der Bibel; der Regel und Richt-schnur: sich nach einer Vorschrift richten,nach etwas handeln, thun, sich nach der
Mode