Von den Präpositionen. §. 514. ?z»
Mode kleiden, sich nach seinem Vemel rich-ten, ein Verbrechen nach der Vernunft, nachseinem Sinne leben; des Vorbildes, Musters,des Maßes: nach der Natur, nach dem Lebengemahlt, nach jemandes Beyspiele, nach derj^hie, nach dem Gewichte verkaufen, zäh-le die Jahre nach Minuten; der Gemäßheit:nach Belieben, nach Hunger essen, nachStand und tVürden, nach seiner Gewohn-heit, es gehet ihn» alles nachlVunsch; desBe-stimnmngsgrundes: Christus nach seiner mensch-lichen Natur, nach dein Ansehen zu urthei-len. Wo es auch hinter seinem Nennworte stehenkann: meiner Meinung nach> ihm nach, wenncs meinen wünschen nach ginge, seiner Ge-wohnheit nach, dem Ansehen nach; und ofthinten stehen muß: dem L.eibe nach im Grabe,der Seele nach im Himmel seyn, jemanden nurdem Nahmen nach kennen, den Iahren nachkönnte er es wissen. Als auch 2. derZeit: nachetlichen Iahren, nach einiger Zeit, nachdemlassen, nach der Komödie, nach dem Tode,acht Tage nach einander, nach diesem, nachvieler Mühe.
Die Falle, wo diese Präposition hinter ihremNennworte stehen kann, sind: i. wenn sie einen Be-stimmungsgrund bedeutet. 2. Wenn sie eine Rich-tung bedeutet, doch nur noch in einigen weniges;Fällen, z.B. der Nase nach, mir nach! Diebiblischen Ausdrücke: kehre um deiner Schwä-gerinn nach, es sind etliche umgewandt,dem Saran nach, sind im Hochdeutschen veraltet.
Wenn es eine Richtung bezeichnet, welche sichlängs einer andern erstrecket, mit derselben parallelbleibt, wo eS zur Vermeidung aller Zweydeutigkeit
I s hinten.