Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
133
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Von den Präpositionen. §.515.516. izz

ihn seit einem Jahre nicht gesehen, seit wel-cher Zeit hat er nicht geschrieben? ich bin seitDftern hier, er ist «nein Freund, seit dein ichihn kenne; wo die höhere Schreibart auch wohlden Casum weglaßt:

Geneuß, gencust der Ruh, die dir entzöge»Seit ich dies) Feuer angefacht, Rainl.

Die Verbindung mit dem Genitiv, seit des Uttge-wirters, Opitz, ist im Hochdeutschen ein Fehler.In seit meines Hierseyns stehet seit auö einemIrrthume für Zeit, wie man sagt, Zeit meinesLebens. 'Beyde Ellipsen gehören indessen in dieSprache des gemeinen Lebens. Im Oberdeutschenist daftir auch stnr, und mit der Ableitungssylbe er,sincer und seiter üblich, womit das Niederdeutscheseder, sedert, sedder für seit übercin kommt.

§.516. Von, eine sehr fruchtbare Präposition, vs».den I'erininvm a c>uc> einer Bewegung oder einesAusspruches sowohl eigentlich, als auch mit man-cherley Ncbenbegriffm zu bezeichnen, i. Eigent-lich, den Ort oder die Sache, welchen eine Hand-lung verlässet; zunächst einen solchen höhern Ort,im Gegensatze des suf: von dem Dache stet--gen, von demVerge, von dein Himmel komsmen, von dem N?agen fallen, von dem Thur-me rufen; aber auch einen jeden Ort oder Gegen-stand, bey welchem eine Bewegung oder Handlungihren Anfang nimmt: von einem gehen, dieHand von etwas abziehen, Gorc scheidere dasLicht von der Finsterniß, etwas von sich le-gen, ich komme von Berlin, von Leipzig , vondVien, von Hause. Die Nahmen der Länderund Inseln bekommen aus. 2. In weiterm undfigürlichem Verstände: (1) einen jeden ^erminum

I z 2 ^uo.