!Z<5 r. Th. 2. Abschn. IO. Kap.
schiehet, auch nur in einigen Fällen: zu Abends,zu Nachts, besser Abends, Nachts oder amAbend, zur Nachtzeit, ZU rechter Zeit, zur un-gewöhnlichen Zeit, zur bestimmten Stunde.
4. Eine Art und Weise: zu Pferde, zu Fuße.
5. Das Ziel einer Handlung oder Veränderung,eine Figur der ersten Bedeutung: zu Grande komsmen, es gehet zum Ende, zu Frieden stellen,mir zum Schaden, Gott zur Ehre, Lust zuetwas haben, die Neigung, der Trieb zu einerSache. 6. Ein Verhältniß: den Ducaten zuvier Gulden, die Ehle zu zwey Fuß, dasPfund zu sechzehn Unzen gerechnet. So auch,wie 2 zu 4, fo 6 zu 12.
In allen diesen Fällen ist der Gebrauch dieserPräposition sehr eingeschränkt, vermuthlich weil sieals ein bloßeö Umstandswort weit häufiger gebrauchtwird, als irgend eine andere, daher man jenen Ge-brauch nicht zu erweitern für gut befunden. Alsein bloßes Umstandswort bedeutet sie vornehmlich:1. ein verschlossen seyn, die Thür ist zu, das Fen-ster gehet nicht zu. 2. Eine Beschleunigung ei-ner Bewegung, am häusigsten im gemeinen Leben,fahre zu, reite zu. z. Einen allzu großen Gradvor Umstands- und Beschaffenheitswörtern: es istnoch zu früh, er kam zu fpär, zu fehr, zuharr; wo es zur Verstärkung oft noch das all vorsich nimmt, allzufrüh, allzu fehr, allzu hart.4. Eine Absicht, oft einen bloßen Gegenstand zu be-zeichnen, vor Infinitiven : ich komme zu spielen,es ist hier was zu fehen. S. H. 698 f. 5. Imgemeinen Leben stehet es vor andern Umstandswör-tern oft überflüßig : zu Nachts fpeifen, d. i.Nachts, zu Abends essen, die Abendmahlzeit hal-ten, das oberste zu umersr kehren. Anderer
Bedeu-