Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
325
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i. Kap. z. Adjectiv . §. 622.62z. Z25

no^er. 2. Der im gemeinen jeben übliche Aus-druck, mein Varer seliger, für mein seliger Daster. z. Die eben daselbst noch gewöhnlichen, vierMark Kubisch, drey Mark Dänisch, sechsFuß Rheinländisch.

DieUmsiandswörter allein, genug, voll u.s.f.machen hier keine Ausnahme, weil sie keine Adjecti-ve sind, davon im Folgenden. Auch nicht die Falle,wo zwey Satze durch ein Beschaffenheitswort mitAuslassung des Verbi in einen zusammen gezogenwerden: der Herr, mächtig im Streite, für,welcher im Streite mächtig ist; davon bey derParticipial- Construction. Übrigens darf der Un-terschied des Adjectives von demAdverbio hier wohlnicht erst wiederhohler werden. Das Adverbiumdruckt die Beschaffenheit abstract aus, und kann da-her nicht anders als vermittelst eines Verbi von demSubstantive gesagt werden, die Kippen sind roch;das Adjectiv bezeichnet sie concret, folglich als eineEigenschaft, und muß daher nicht allein corrcresciertwerden, sondern als das bestimmende Wort auchvoran stehen, die rothen Kippen; folglich nichtdie Lippen roch, weil hier kein Verbum ist.

§. 623. So wie nun im Deutschen kein Ad- Beziehungjectiv eigentlich hinter seinem Substantive stehen <">f ein vor,kann, so kann auch kein Adjectiv ohne ein Substan-tiv gebraucht werden, weil die Eigenschaft das Ding ^iv."'genannt haben will, woran sie sich befindet. Alleines findet doch ein doppelter Fall Statt, in welchemein Adjectivum gebraucht werden kann, ohne seinSubstcmtivum unmittelbar zur Seite zu haben:!. in Beziehung auf ein kurz vorher gegangenesSubstantivum: Französische Waaren undnicht Deutsche; die künftige Zeit sowohl als

Xz . die