Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
330
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ZZO l. Th. 4. Abschtt. Syntax.

schen höflich war, ein Schwert, welcheszwey Ehlen lang ist. Doch ziehet die höhereSchreibart, wenn die Bestimmung nicht zu langund zu elliptisch ist, die gedrungeneKürze gerne vor:ein vor Sehnsucht krankes Gemüth, die durchden frühen Tod erpreßten Thränen. Noch här-ter wird die Concretion, wenn die Bestimmungdurch Partikeln geschiehet: ein eben so großesals schönes Haus; besser, ein Haus, welcheseben so groß, als schön ist. Völlig unverzeih-lich ist e6, den Genitiv des folgenden Substantivesdem Adjective vorzusetzen: mir der des jugend-lichen Alters brausenden Hitze, nach solcherder Sachen reiflichen Überlegung. S. auch§. 621.

C-ncr-- H. 628. Wenn nach dem concrescierten Compa-sciertcCom- rative die Sache, mit welcher sein Substantiv ver-""d gliche wird, ausdrücklich gemeldet ist, so behälter sein als auch nach der Concretion: der Lachfließt hier mit einem angenehmern Geräusche,als dorr.

Der Superlativ hat in diesem Falle eigentlicheine von den Präpositionen unter, über, an, in,von und bey neben sich: der reichste Einwoh-ner in der Gradt, der größte unrer beyden,der wohlhabendste bey uns. Aus ist nur ingemeinen Sprecharten üblich, und selbst für vongebraucht der Hochdeutsche in vielen Fällen lie-ber unrer. Sehr häufig stehet, wenn die Präpo-sition ein Substäntivum bey sich hat, statt dersel-ben nur ein Genitiv: der reichste Einwohnerder Gradr, der größte beyder Brüder, derwohlhabendste unsers Grces; besonders in derhöhern Schreibart, wo der Genitiv auch voran ste-het: