i. Kap. 4. Zahlwort. §. 6zz. 6^4. 355
len, die Thränen alle fließen umsonst, mirden vergeblichen Reden allen, wir alle habenunsere Fehler, ihr alle, unser aller Vater.Da denn das all auch hinter dem Verbo stehenkann, die Thränen fließen alle umsonst, wirhaben alle unsere Fehler. Diese Form ist noth-wendig bey allen persönlichen Pronominibuö, undzwar in allen Endungen; geduldet wird sie bey denübrigen Nennwörtern, nur nicht im Genitiv; nichtdie Rechtschaffenheit dieser Menschen aller,sondern aller dieser Menschen. Indessen ist,wo auch diese Versetzung Statt findet, doch die ersteForm im Hochdeutschen edler und anständiger, weilsie die meiste und gewöhnlichste Analogie vor sichhat, und sich die Hochdeutsche Mundart immermehr zur Regelmäßigkeit neiget.
§. 6zz. Daß auch die unbestimmten Zahlwörter Unbestimm-den Genitiv ihres Classen-Wortes zu sich nehmen te Zahliv'ör-können, ist bereits §. 6zi bemerket worden. Beson- ^ ""^ ^dcrs thut dieses jeder in der edlern Schreibart, imSingular: erlebt in jedem meiner Gedanken.
Die Formen jedes, manches, keines, eines,für jedermann, mancher, keiner, oder niemand,jemand gehören in die niedrigen Sprecharten.
§. 6Z4. Eine bestimmte Zahl ungefähr zu be- Unzeführezeichnen, hat man verschiedene Ausdrücke. In der Bqeich-anständigern Sprechart durch ungefähr, bey na? "".".3 ^"'^he, etwa, oder, fast: es waren ihrer unge- A^"""""fähr, etwa, fast zehen; bey nahe sechs Pfund;drey oder vier. Eine ungefähre Zahl zwischenzwey bestimmten Gränzen auszudrucken, gebrauchtman bis: drey bis vier, zehen bis zwanzig.
Im gemeinen leben und in den Provinzen:5. den unbestimmten Artikel im Plural, ich will
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