Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
344
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Z44 ' Th. 4. Abschn. Syntax.

4. Endlich gebraucht man von leblosen Sachensachlichen Geschlechtes im Singular, außer demNominativ und Accusativ, Statt des persönlichenPronominis ein Determinativum: nimm dasMesser und brich demselben die Spiye ab,nicht ihm. S. §.644. Übrigens gleichen die Per-sonalia in diesem Stucke den Possessivis, welche umder Bestimmtheit der Rede willen auch oft mit denDeterminativen vertauscht werden müssen, S.§.650»

Besonders §. 64z. Verrath das persönliche Pronomen,in derSpra- ^mi eS einen Ausspruch auf Personen, von welchenMtttt^ '"'^ ^^ung spricht, zurück führen soll, oft' Vertraulichkeit und Geringschätzung, so gilt sol6)eSnach dem Urtheil der neuern Höflichkeit noch Mehrin unmittelbaren Anreden, daher man sie auch hiermit dem determinativen derselbe vertauschet, wel-ches alsdann im Plural siehet, und im Dativo nachOberdeutscher Art noch dmenselben lautet: Die-selben haben befohlen, für das vertraulichere sie;ich habe es denenselben gegeben, für ihnen.Der Curial-Styl verlangt für hohe Personen nochdas hochdieselben, höchstdieftiben, allerhöchst?dieselben.

Da das selbst nicht allein ein persönliches Pro-nomen naher bestimmt, (S. Th. 1. §.344.) son-dern auch eine Gradation bezeichnet, und für so garstehet, so wird es oft zweydeutig. Die Rede hebtdiese Zweydeutigkeit durch den Ton, indem dasselbst im ersten Falle den Ton hat, er hat sichselbst geadelt, im zweyten aber nicht, er hat sichselbst geradelt. Da die Schrift den Ton nichtbezeichnet, so muß man in dem letztern Falle einenandern Ausdruck wühlen, wenn man die Zweydeu-tigkeit vermeiden will.

§. 644»