Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
392
Einzelbild herunterladen
 

Z92 I.TH. 4.Abschn. Syntax.

wenn er länger gelebt hätte; wir hätten un-sere Absicht erreicht, wenn ihr nur gewollt:cer. Ingleichen einen Wunsch, daß etwas ge-schehn ircn'e: hätte er es doch gethan!

Was im vorigen §. von der Zweydeutigkeit desPrasentis und ImperfectcS gesagt worden, gilt auchhier. Wenn der Modus unkerrnlich ist, so gebraucht. man sür das Perfect gern das Piusguamperfect. Sosagt man ohne Dunkelheit im Singular: man verssicherte, e: habe ihn hinrichten lassen, aber imPlural lieber, sie hätten ihn hinrichten lassen.Um der eben daselbst schon angezeigten Ursache willen,pflegt man auch, wenn seyn das Hülfswort ist, be-sonders im Plural, gern das Plusquamperfekt anStatt des Perfectss zu setzen: man sagte, sie wä-ren schon da gewesen; ich wünschte, es wäreschon überstanden.

D-e höhere Schreibart gebraucht um des Syl-benmaßes und der Kürze willen zuweilen das Im-perfect des Conjunctives an Statt des Plusquam-perf.ctes: vielleicht, ach, raubte man mir micGewalt sie nie, für, vielleicht hätte man mirsie mic Gewalt nie geraubt.

Die beyden Futura des Conjunctives kommen indem Gebrauche mit den Futuris des Indicatives über-ein , nur daß auch hier der Begriff des Ungewissenherrscht: er sagte, daß er es thun werde, daßer es morgen werde überstanden haben.

Gebrauch §. 690. Der Imperativ wird nicht allein zumdes Zmpe- Befehlen und Verbiethen, sondern auch zur Aufmun-raNves. t^-una., znr Ermahnung, zum Bitten und zur An-rede überhaupt gebraucht. Die höhere Schreibartgebraucht ihn überdieß noch, einen möglichen Fall,oder eine Bedingung verkürzt auszudrucken: sey

ohne