Vorrede.
Vlk
Veränderlichen in der Sprache mit diesem Ur-sprünge wird alle noch übrige Zweifel heben, unddie Wahrscheinlichkeit nach und .nach zur morali-schen Gewißheit bringen.
Ich will bey dieser Gelegenheit eine Bemer-kung wiederhohlen, welche ich zwar bereits mehr-mahls in diesem Werke angebracht habe, aber dochnicht Gelegenheit gesunden, sie so allgemein zumachen, als sie es verdienet. Ich habe in derLehre von dem Ursprünge der Sprache den Satzaufgestellet, die Sprache ist ursprünglich Nach-ahmung des Hörbaren. Man nehme ihn einst-weilen als erwiesen an, mw gehe mit mir einPaar Schritte weiter. Als durch diese Nach-ahmung des Hörbaren der erste Grund zur ver-nünftigen Erkenntniß des Menfchcn geleget war,und diefe sich stufenweise immer mehr entwickelte,so wie das Bedürfniß zu sprechen und die einge-schränkte Anzahl der durch Nachahmung des Hör-baren möglichen Laute die figürlichen Bedeutungender letztem vermehrte, fo fing der Mensch an, dieSprache immer mehr nach dunkel empfunde-nen klärern Vorstellungen auszubilden. Manwird mir diesen Ausdruck leicht vergebeil, wennman nur bedenkt, daß es unter dem, was manklare Vorstellungen nennet, unzählige Gradegibt, welche sich nicht anders als nach und nachdurch lange übuug und Erfahrung von dem unter-sten Grade der Klarheit bis zu dem höchsten mög-lichen entwickeln können.
a 4 Dieß