Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
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Vorrede.

liche Feld des pragmatischen Sprachlehrers, und esist seine Pflicht, die klaren Gründe, welche die Na-tion dnnkel befolgt, aufzusuchen, und zur Deutlich-keit zu bringen. Da eine ganze Nation, folglichder ungelehrteste Theil so gut als der gelehrteste,diese Gründe dunkel und ohne deutliches Bewußt-seyn befolgt, so verstehet sich voll selbst, daß alles,was man als solche Gründe aufstellt, dem reinen,klaren, ungelehrten ^Menschenverstände geMß undihm empfindbar seyn muß.

Nächst dieser Beschäftigung, den Ursprungder Sprache, die Art und Weise ihrer Ausbildung,und die begrifflichen Ursachen jedes Verfahrensdabey aufzusuchen, war meine vornehmste Sorgedarauf gerichtet, deutliche Begriffe von den Rede-theilen zu bekommen, d. i. dem rohen uud unge-bildeten Menschenverstände nachzuspüren, wie ersich die Dinge, und alles, was sich voll ih-nen gedenken lässet, vorgestellet, und wie er dieseVorstellungen nach dunkel empfundenen Ähnlich-keiten classificiert hat; eine für einen Sprachlehrerhöchst nothwendige Beschäftigung, bey nahe nochnothwendiger, als die erste, weil die Unterlassungjener zwar wichtige Lücken läßt, und zu ein PaarUngereimtheitell verführet, die Vernachlässigungdieser aber aus der ganzen Sprachlehre ein aufScmd gebauetes Kartenhaus macht, welches dererste Hauch der Luft wieder in ein Nichts ver-wandelt. Ich habe meine Verwunderung überdie bisherige ganz unbegreiffliche Vernachlässigungeines so wichtigen Geschäftes m allen Sprachleh-ren,