chalsmm regelmäßiger wären, al6 die sanften Reißedeö jungen gefälligen Mädchens. Mit unter schriesie auch über Despotismus und Tyrannei), obgleichdas gute Mädchen nichts weniger als despotischwar, und nur der ältern Schwester, wenn ihr dieCoquetterie ihrer jungem Jahre ankam, zuweilenden Spiegel vorhielt, und sie an ihre Falten undverblüheten Reihe erinnerte.
Die Hochdeutsche Mundart ist nichts wenigerals despotisch, sie beneidet den übrigen ihre archai-schen Schönheiten nicht, und dringt sich niemandenauf. Sie hat ihre Herrschaft keinen gewaltsamenEroberungen, sondern dauerhaftem Ursachen, ihrerinnern Güte und Ausbildung zu danken. Wenneine Kirche eine jede andere lehren und glaubenlässet, was sie will, und nur, wenn es nöthig ist,sagt, dieser Mann gehöret nicht zu mir, er hat keinenTheil an mir, so kann sie doch wohl deshalb nichtdespotisch und intolerant heissen, man müßte dennvon Despotismus und Intoleranz sehr seltsame Be-griffe haben.
Selbst den Nahmen hat ihr Oberdeutschlandin den Anfällen seiner bösen jaune streitig zu ma-chen gesucht. Sie soll nicht Hochdeutsch heissen,weil dieser Nahme nur der Sprache des stidlichenDeutschlandes zukomme; der diesem beygelegteNahme Oberdeutsch sey ein Unding; es gebe nurzwey Hauptmundarten, die nördliche oder Lieder-deutsche, und dieser stehe die südliche als die wahreHochdeutsche entgegen; die, welche sich diesenNahmen anmaße, sey weiter nichts, als eine arm-selige Provinzial-Mundart, die Meißnische oderhöchstens die Obersächsische, u. s. f. Die Verwir-rungen und Widersprüche, welche in diesen und an.
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