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Einleitung.
zu einer und eben derselben Zeit entwickelt, und sichgegenseitig ausgebildet haben, so kann ein solchesnoch ganz sinnliches Volk, wenn es Sprache erfin-det und ausbildet, nicht nach dem Bewußtseyn klarerkannter Gründe verfahren, sondern es muß dabeyganz von dunkelen Vorstellungen ähnlicher Fälle ab-hängen, weil es seine klare und deutliche Erkenntnißerst mit und durch die Sprache erhält. Es hattez.B. geglaubt, es müsse die dunkele Empfindung,welche es von dem Verhältnisse der Ursache gegendie Wirkung hatte, durch den Sauselaut s ausdru-cken, und ihn an die Ursache anhängen, so folgtees diesem Verfahren, so oft diese dunkele Empfin-dung wieder kam. Mehrere Dinge einer Art zubezeichnen, hing es ihrem Nahmen in der Einheitbald ein r, (er,) bald ein n, (en,) bald ein e an,je nachdem der 4aut, welchen ihr Beysammenseynverursachte, dem 4aute dieses oder jenen Buchstabsnäher kam, und in der Folge, so wie es glaubte,daß sie ihrem iaute nahe kommen würden, wenn siesich wirklich bewegten. Daraus entstand nun das,was wir 'Analogie oder Sprachähnlichkcir nen-nen, d. i. ein ttbereinstimmigeö Verfahren in ähn-lichen Fällen.
Ausnah- §' ?6. Allem diese Empfindung der Ähnlichkeitmcn von in mehrern Fällen war nur dunkel und desto dunk-dcn Re- ^ ^ ^ f^ner und verwickelter sowohl die Unterschie-de als die Ähnlichkeiten waren. Hätten sie einenklaren Begriff von dem Causal -Verhältnisse habenkönnen, so würden sie es nicht in einigen Fällendurch s, in andern durch en, und in so vielen an-dern gar nicht ausgedruckt haben. Hätten sie sichden Begriff der Menge, der doch sonst eben nichtso verwickelt ist, klar gedacht, so würden sie ihn nichteinmahl durch er, ein anderes Mahl durch n und en,
wieder