izO i.Th.i.Abschn. Bildung der Wörter
2. Stumme, mutae, welche schon eine merklichereÖffnung des Mundes erfordern, und dahernicht ohne Dazwischenkunft eines HülfslauteSausgesprochen werden können.
a. Bebclame, b und p.
b. Vlaftlaure, rv, f (v).
c. Hauchlaute, h und ch.
d. Gacklaurc, j, I, k (q).
e. Tödrende oder Srorcerlaute, d, t (th);
welche von andern sehr irrig Halbzisichcrgenannt werden, indem ihr Laut im Hoch-deutschen nichts zischendes an sich hat. Wennsie aber in der Sprache leicht in die Sause-laute übergehen, so geschiehet solches nichtwegen ihres ähnlichen Klanges, sondern we-gen der Verwandtschaft und Nachbarschaftder Sprachwcrkzeuge, welche zu ihrer Ent-stehung erfordert werden. Sollen die Nah-men dem eigenthümlichen Laute angemessenseyn, so muß man sich solcher irrigen Benen-gcn enthalten.
Weiche, ze- §. 9. Diese Eintheilung und Benennung derschürfte und Hauptlaute nach ihren eigenthümlichen Tönen istharte ^l',^ müßige oder unfruchtbare Grille. Wir wer-Hauptlau- ^ ^ folgenden sehen, daß die erste Grundlage derSprache Nachahmung der tonenden Natur ist, unddaß der Mensch durch die Töne außer ihm veran-lasset ward, ihre Nachahmung durch ahnliche iautedes Mundes zu versuchen, und sich dadurch ein Merk-mahl von dem empfundenen Gegenstande einzuprä.gen. Dieß ist an unsern Buchstaben noch jetztmerklich; b und p ahmen das Beben, rv und fdaSBlasen, s, ß und z das Säuseln, sch das Zifchenu. s. f. die meisten nach den verschiedenen Graden,der Stärke des Naturlautes nach. Diejenigen, wel-che