Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
129
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i. Kap. Von den Buchstaben. §. 8. 129

Antheil haben; indem bey den meisten Buchstabenmehrere Theile wirksam sind. Sich dabey in einetveitläufrige Beschreibung der Entstehungöart jedes .Lautes, und wohl gar in eine anatomische Zergliede-rung der Sprachwerkzeuge einlassen, hieße ein wenigweit aushohlen, und würde tn einer Sprachlehrenicht den geringsten begrifflichen Nutzen haben.

§. 8. Sehen wir aber auf die jedem eigenthüm- Fortsetzung,liche Art des Lautes, und ziehen dabey zugleich dieverschiedene Art der Öffnung des Mundes mit inBetrachtung, welche zu ihrerHervorbringung nöthigist, so haben wir:

z. Halb-Vocale, oder halbe Hülfslaure, welcheohne merkliche Öffnung des Mundes hervor ge-bracht werden können. Diese sind wieder:a. Flüssige, liquide, wegen ihrer leichten Aus-sprache,Der Lalllam, l.

Der Mampflaut, von mampfen, wit ge-schlossenem Munde kauen, wobey oft ein mdeutlich gehöret wird, das m.Der L7te,mlam, nach der vorigen Einthei-lung der Nasenlaut, n.' b. Ein Zirrerlam, das r, der schwerste unter al-len Hauptlauten, daher er auch ganzen Völ-kerschaften mangelt, ob er gleich einer der aus-druckendsten ist.e. Gauselame oder Säuseler, nach verschiede-nen Graden der Starke, s (s), ß,Vonandern werden sie nebst dem folgenden Fischeroder Zischlaute genannt, obgleich sehr mitUnrecht, indem nur das sch allein zischt,d. Der Zischlaut oder Zischer, sch.Adel.D.Spr. I »StUM-