Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
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»8 i.Th.i.Absch. Bildung der Wörter.

denheit und Mannigfaltigkeit der Hauptlaute, undenthalten zugleich den Grund ihrer Einteilung.Sehen wir bloß auf die Theile des Mundes, denensie ihr Entstehen vornehmlich zu danken haben, soHaben wir:

1. Einen Lungenlaut, pulmonglem, der miteinem gelinden Stoße der Lunge hervor ge-bracht wird, das h. Es vertritt, wie schongesagt worden, die Stelle des Hebräischen nund des Griechischen Spiritus asperi.

2. Drey Gurgellaute, Autturales, wenn beydem Stoße zugleich die Gurgel verenget, undder Stoß dadurch verstärkt wird, ch, g, L(q und in einigen Fällen auch c).

z. Einen Gaumenlaut, pal-iuuuin, wenn dieLuft durch den verengten Gaumen gedrucktwird, das j.

4. Fünf L-ippenlame, labiles, welche vor-nehmlich durch den stärkern oder schwächernDruck der Lippen entstehen, rv, b, f,(v,)p,m.

5. Fünf Zungenlaute, linAuglez, bey deren Her-vorbringung die Zunge am geschäftigsten ist,d, r, (rh,) l, n, r; wovon man den vorletztenauch den Nasenlaut nennet, weil er gemei-niglich, obgleich bey einigen stärker, bey an-dern schwächer, durch die Nase tönet. Undendlich,

Vier Zahnlaute, aentsles, an deren Entste-hung die Zähne den vornehmsten Antheil ha-ben, f, ß, z, sch>

Indessen muß man nicht vergessen, daß dieseEmtheilung und Benennung nur nach denjenigenTheilen des Mundes geschiehet, welche bey der Her-vorbringnnK der Laute jeder Classe den merklichsten

Antheil