Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
143
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i.Kap. Von den Buchstaben. §.22. 14z

von diesem gelinden ihm eigenthümlichen iaut inmanchen Fällen ab, daher selbige angemerket wer»den müssen. Es behält ihn:

1. Zu Anfange eines Wortes oder einer Sylbe:Daum, bleiben, bringen, zahlbar, Schabrascl'e, Dein, brechen. Die härtere OberdeutscheMundart, welche die weichen Hauptlaute zu An-fange der Sylben und besonders der Wörter, wennein Hülsslaut folget, so schwer unterscheiden kann,schreibt und spricht paum, Pein, pär, purk,piern, für Baum, Bein, Bär, Burg, Virn.

2. Vor den Biegungs-und Ableitungssylben,wenn sich selbige mit einem Hülfslaute anfangen:dieZxörb--e, demRnab-en, lieb-en, gläub-ig, belieb-ig, Leib-er, sieb-en.

z. Vor einem ausgeworfenen oder verbissenen e:Diebsgesindel, Schreibgebühr, Schreibart,Hebamme, Hcbopfer, Knoblauch, für Diesdeogcsmdel, Schreibegebühr, Schrcibearr,Hcbcamme, Hebeopfer, V.nobelauch oderRlosbelauch. Hierher gehören auch die Ableitungs-sylben ler, lein, ling, nen und ner, vor welchengleichfalls ein e verschwiegen ist: Hübler, Anäb-lein, lVeiblein, N.orblein, Stcrblinge, Herb-ling, Zlnschiebling, Hübner, besiebncn. Wennaber das b in der Biegung der Wörter unmittelbarvor dem harten r zu stehen kommt, eS mag nun ein everschlungen seyn, oder nicht, so kann Nicht an-ders als hart lauten: er liebte, ein Geliebter, dieDerlobre, du bebtest, sie lebten.

4. Wenn das b in einem und eben demselbeneinfachen Worte verdoppelt wird, welche Fälle dochmehr in eigentlich Niederdeutschen als Hochdeut-schen Wörtern vorkommen, Abbe, Arabbe,Flab-

be,