Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
142
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Z42 i.Th.i.Mschtt. Bildung der Wörter.

aber nur noch in einigen wenigen Wörtern schreibt,wo sie e6 theils um der Abstammung, theils um an-derer Ursachen willen, nicht leicht verdrängen kann,Kaiser, Laie, Main, Gaire, clioici-^ Rain,für Rand, Hain, XVaise, ein älternloses Kind.In andern hat sie ihn schon mit dem ei vertauscht,Eimer, N?eilzen, Getreide, beirzen. Gi istnur rioch in einigen eigenen Nahmen gangbar,Groirzscd, BoirzenburI. Daß ap und vor-nehmlich ey nur am Ende mancher Sylben gesetztwerden, ist bereits gesagt worden; da nun das ykein Doppellaut, sondern bloß ein Zeichen eines ge-dehnten i jist, so können auch ay und ey nicht fürDreilaute gehalten werden, dergleichen die Hoch-deutsche Mundart überhaupt nicht kennet.

b. Der Hauprlame.

Welche/ §. 21. Da sich manche Hauptlaute, in Ansehungcharfc und der Starke der Aussprache, in weiche oder Ielinsharte geschärfte und harre theilen, so müssen diese

^ute^ ^" Aussprache gehörig von einander unterschie-den werden. Die weichen und scharfen können ih-ren eigenthümlichen Laut eigentlich nur zu Anfangeeiner Sylbe oder am Ende derselben nach gedehntenHülfslauten haben, ob sie gleich auch hier oft in dieverwandten härtern übergehen; allein daraus folgtnicht umgekehrt, daß die harten Hauptlaute nurnach geschärften Hülfslauten stehen könnten, undnoch weniger, daß sie nicht verdoppelt werden dürf-ten, wenn sie nach einem geschärften Hülfslaute dop-pelt lauten müssen. Siehe im folgenden bey deink und z.

Aussprache §. 22. Das b sautet schärfer als der weichedes b. Webelaut rv, aber gelinder als p, in Rücksicht des-sen, der weiche Bebelaut ist. Allein es.weicht

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