Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
144
Einzelbild herunterladen
 

?44 i.TH. i.Abschn. Bildung der Wörter.

be, lauten beyde gelinde: wohin auch das Syri-sche Wort Abba gehöret. Zwischen zwey Hulss-lauten, und nach dein l und r wird es oft so gelindeals ein rv ausgesprochen: Bivel, Liebe, sieben,Pöbel, Schwalbe, Elbe , Erbe, herbe.

Fort- §. 2z. Hart hingegen und wie ein p lautet es:

^' Am Ende eines Wortes: Lob, Raub,

Aorb, gelb, lieb, ab, ob, grob, Kalb, de- o.Wenn die Hochdeutsche Mundart hier eine weichereAussprache erfcrvert, so kann solche nicht andersals durch Beyfügung des mildernden e bezeichnetwerden, Knabe, -Lube, herbe, welche im Ober-deutschen hart lauten, Knab, Dub, herb.

2. In den damit zusammen gesetzten, ix i. insolchen Zusammensetzungen, wo b am Ende hartlautet: grobährig, Lobopfer, liebäugeln, vonlieb, Siebmacher, Triebfeder, Staubfaden.

z. Am Ende einer Sylbe, wenn ein Hanptlautfolgt und kein e verschlungen ist, Liebling, Lieb-haber, von lieb, löblich, leblos, lieblos, Erb-se, trübselig, Grobheit, Begräbniß, Labfal,Überbleibsel, Erbfchaft.

4. Vor einem andern Hauptlaute in einer undeben derselben Sylbe: Abc, Herbst, Krebs,Gbst, Kürbs, hübsch, liebt-e, geliebt.

das c. §. 24. Das c ist im Deutschen eben so vielen An-fechtungen ausgesetzet gewesen, als das y, und manhat mehr als einmahl behauptet, daß es kein Deut-scher Buchstab sey. Freylich nicht, allein denn ha-ben wir auch in unserm ganzen Alphabete keineneinigen Deutschen Bubstab. Das c wurde zugleichmit den übrigen Lateinischen Schriftzeichen von denDeutschen angenommen, und sie Zebrauchten- es

ansang-