Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
145
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i.Kap. Von den Buchstaben. §.24. 145

anfänglich nach dein Muster der Römer mit denAngelsachsen und Loi.gobarden anstatt des k, wasauch für ein Hülfslaut folgen mogte. Als nach-mahls die achte Römische Aussprache des c durchdie fremden Völker verderbt und schwankend ge«macht wurde, und das bisher unbekannte t' nachund nach Eingang fand, so gebrauchte man das cohne Unterschied bald für k, g, ch, bald für z.Kero schreibt noch ceclioroti, geköret, Oiiuin,Grimm, uuec, Weg, Kanc, Gang, Lot, Gott,leLcsn, legen, Z^oneL, Honig, citi,Zeit, Lello,Zelle, 8cuals, Schule u. s. f. Je mehr nachmahlsk und ; üblich wurden, desto mehr verlor das c seinAnsehen eines eigenen Hauptlautes, und als sich dieheutige^Hochdeutsche Mundart zu bilden anfing, soward es auch aus fast allen eigentlich DeutschenWörtern verdrängt. Daraus folgt indessen nicht,daß das c kein Deutscher Buchstab sey; er ist eSeher gewesen, als das k, welches später eingkführetworden, ob er gleich nachmahls in den meisten Fäl-len wieder verlassen, und nur da behalten worden,wo man es nicht entbehren kann. Dahin gehörendenn folgende Fälle.

!. Hilft es mit dem h den einfachen starkenHauchlaut ch bilden. S. den folgenden §.

2. Es lautet wie ein k. (1) Vor einem Haupt-laute, wo doch nur noch in Wörtern fremden Ur-sprunges, und in einigen eigenen Nahmen gebrauchtwird: Clausur, Credit , Client, Clarisse, Ciau-dius, Clavier, Creilsheim, Sclave. (2) AmEnde einer Sylbe, eigentlich auch nur noch in frem-den Wörtern, Speccatel, Ic-cius; aber auch inAdel,K.Spr. , K ächten