Z.Kap. Von dem Tone. §.84. 25z
ven, Baron, Napalm , Soldat, Altan, Anies,Elephant, Bombast, Sracker, Morast, Kra-keel, Barbar, Lackey, u. s. f. obgleich manchedarunter sind, welche aus Deutschland herstammen,aber mit einer fremden Bekleidung wieder zu uns ge-kommen sind. Indessen kann man nicht umgekehrtschließen, daß alles, was den Ton auf derStammsyl-be hat, deßwegen Deutschen UrsprurigeS ist, indem vie-le Wörter sich bey ihrer Aufnahme ganz nach Deut,scher Art gekleidet haben: Füllmund, von demmittlern iat. tulmemum für ^ulcimemuin, Lisch-band, an den Thüren, von dem Franzöf. ticke, Firsniß, von dem Lat. vernix, Blankscheit, von demFranz. xlancliette, Felleisen, von valile, Fenster,Priester, Aanzel, Liacrer, von dem heil, kiacre,und so ferner.
§. 84. Da der Ton im Deutschen ganz von der «nd derbestimmten Bedeutung einer Sylbe abhangt, so ha- Ableitung«;ben auch diejenigen Ableitungssylben, welche au6 Mea.Wurzelwörtern bestehen, und folglich ihrer Bedeu-tung nach sehr bestimmt sind, einen Ton, aber nichtden völligen, sondern nur einen halben Ton oderNebenron. Diese Sylben sind: bar, chen, haft,heir, keir, lein, ley, niß, jal, sam, schafc undthum, wohin man noch ey nach der vorigen Ein-schränkung rechnen kann. Indessen wird dieser hal-be Ton nur dann vorzüglich merklich, wenn die ge-dachten Sylben am Ende wachsen: offenbar undoffenbaren, randelhafc und randelhäfte, Desdrangniß und Bedrängnisse, Älrerrhum undÄlrerrhumer, Trübsal und Trübsäle, trübselig.Die Ursache ist ohne Zweissel, weil die DeutscheSprache nicht gern zwey tonlose Sylben auf einan-ander folgen läßt, drey auf einander folgende ton-lose Sylben aber ihrer Natur völlig zuwider sind,
daher