Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
254
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254 r.Th.i.Abschn. Bildung der Götter.

daher sie in diesem Falle lieber eine Sylbe, welchesie ordentlich nicht betont, mit einem halben Toneversieht. .

Die Ableitungssylben lich, sel, zig und ßigsind hingegen völlig tonlos, obgleich ihre Bedeutungbestimmt genug ist. Lieblich, liedliche, Räth-sel, rathselhafr, zwanzig, zwanzigste, dreyßig,dreißigste. Nur die Sylbe lich bekommt, umder eben angezeigten Ursache willen, alsdann einenhalben Ton, wenn, in der Verlängerung des Wor-tes, der Hauptton auf der vierten Sylbe vom Endeliegt: veränderliche, vaterliche, lächerlicher.

Tonlose §- 85. Alle übrigen Ableitungssylben sind nebstSylbe», den Vorsylben und Biegungssylben völlig tonlos."Ausnahmen machen hier nur: 1. der schon ange-führte eigenthümliche Nahme Gebauer. 2. Ant-wort und Änrlilz, wo die erste Hälfte eigentlich dieVorjylbe ent ist, entweder, weil man sie für zusam-men gesetzte Wörter gehalten, oder auch, so fern entoder ant als eine alte Präposition den Ton auf sichzurück ziehet, davon in dem Abschnitte von der Zu-sammensetzung; daher auch in Entwurf und Ent-schluß von vielen der Ton auf die erste Sylbe ge-setzt wird, obgleich Entschluß und Entwurf derjetzigen Gcwohnheu nach richtiger sind. z. Alle Ab-leitungssylben am Ende, wenn sie so wachsen, daßder Hauptton auf die vierte Sylbe vom Ende fällt,in welchem Falle sie, um der schon im vorigen §.angeführten Ursache willen, einen halben Ton be-kommen: dichterische, vier Gänseriche, alleN)ücheriche, Dichterlinge, Sonderlinge, Be-günstigungen , Nleisterinnen, Königinnen.Außer diesem Falle gebühret ihnen auch kein halberTon: Lmstinncu, diebische, Lenkungen, Er-

dich-