z. Kap. Von dem Tone. K. 88.89. 259
wenn es bloß der einfach geschärfte Saufelaut ist:spät, trat, wer, Spur, nur, hören, schön,kam, Pfad, Tag, Glas, 5Veg, Nase, leben,gehen, sehen, groß, Größe, süß, Fuß, SieheH. 4z. Die von Natur tonlosen Sylben, z. B. dieVorsylben be und ge, gehören hierher nicht, so wiedie einsylbigen Bestimmungswörter, wenn sie indiesem Falle sind, nur einen halben gedehnten Tonhaben. Wahre Ausnahmen sind hingegen: i. ei-nige einsylbige kleine Redetheile, welche einen hal-ben, aber nicht gedehnten, sondern geschärften Tonhaben: ab, ob, das, des, was, es, bis, hin,in, weg, an, er, man, um, von, un. In-gleichen, er hat, gib, grob, genüg, derSchmid,bey vielen auch das Köb, ferner einige Zustimmen- -sehungen, Hcr-zog, Vor-rheil, und vielleichtnoch andere mehr, wo die erste Sylbe gedehnt lau-ten sollte. 2. Das ch, welches nie verdoppelt wird,und daher auch kein Merkmahl der Beschaffenheit!des Tones seyn kann. Es schließt eine gedehnteSylbe in Buch, fluchen, suchen, hoch,Schmach,Jauchen, Sprache' aber eine geschärfte, in spre-chen, Rache, Sache, Roch, Rüche, brechen.Eben dasselbe gilt z. auch von dem sch, welchesgleichfalls nicht verdoppelt wird, aber auch nur sel-ten nach einem gedehnten Hülfslaute stehet: siewüschen, es dräüscht, die Masche, besserMasche.
§. 89. Da unsere Sprachlehrer die prosod-sche Ob es dieLänge der Sylben mit dem gedehnten Tone ver- Dopvellim-wechseln, so halten sie auch die Doppellaute, wel-^^'che freylich der Quantität nach allemahl !anz sind,indem sie in den Biegungs-und Ableitungssylbenaußer dem ey und ley nicht vorkommen, die daher .
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