Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
318
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r.TH.2.Abschn.2.Küp. Substantiv.

Etwas ähnliches findet sich in den Verkleinerungs- 'Wörtern der Lateiner: agei-, sZelluz, gZelluIut., te>ner, teneUu5, tenelluluz. Diejenigen Stammwör-ter, welche sich im Plural auf er endigen, leidenauch hier die Verkleinerung: Lichterchen,--cherchen, Kinderchen, Dingerchen, Männer-chen, Mörrerchen, N?eiderchen, Häuftrchen.Alle Verkleinerungen auf chen sind vorzüglich derHochdeutschen Mundart eigen, dagegen die Ober-deutsche dafür ihr lein gebraucht, zu welcher Endungauch die höhere Schreibart ihre Zuflucht nimmt,wenn sie Verkleinerungswörter braucht, und die aufchen ihr zu unedel sind. Die meisten concretenGattungswörter leiden diefe Verkleinerung, wennnicht die Zusammenkunft zweyer Gaumenlaute Här-te und Mißklang verursacht, in welchem Falle mandenn die andere Verkleinerungssylbe lein wählet:Dächlein, Berglein, Bäuchlein, Büchlein;obgleich die vertrauliche Sprechart sich in manchenFällen durch das eingeschobene el helfen kann.

d, de, ist Zwar eigentlich eine Ableitungssylbefür die Abstracta, hilft aber auch zuweilen Aopella-tiva bilden: Hemd, im Österreich . Gemach, Grie-chisch ^«T^-v, von dem alten hemmen, heman,bedecken, daher auch Himmel, die Decke; das Ge-mählde, die Herde, Behörde, der gehörige Ort,Gedräude, Zierde.

e, welches gemeiniglich für eine eigene Ablei-tungssylbe gehalten wird, weibliche Substantive zubilden. Allein, ich habe schon im vorigen bemer-ket, daß es als eine solche Ableitungssylbe verdäch-tig ist. Denn i. müßte das Sammwort in diesemFalle allemahl ein männliches Ding gleicher Artbezeichnen, wie bey den vermittelst der Sylbe inn

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