2. Dessen Bildung. §. iz6. 317
§. iz6. Weit fruchtbarer, zahlreicher und be- zz„^stimmtet sind für die Gattungswörter die Nach- NachWm«sylben und Nachlaure, so fern diese erweislichals Ableitungslaute gebraucht worden. Die vor-nehmsten sind:
chen, welches von vielen irrig gen geschriebenund gesprochen wird, verkleinernde Wörter aus an-dern Hauptwörtern zu bilden, Becherchen, Bild-chen, Söhnchcn, oft mit einem zärtlichen Ns°benbegrisse, Herzchen, Hündchen, Lämmchen.Diejenigen Stammwörter, in welchen sich ein a, 0und u befindet, bekommen in diefer Ableitung ge-meiniglich den Umlaut: Häuschen, Böckchen,Mütterchen, Äftchen, Bällchen, von Ball,Bäumchen, Aüßchen, Schächrelchen, Täfel-chen, u. s. f. wo die Verwandlung des tiefernHülfslautes in den höhern, etwas Kleines zu be-zeichnen, schon in der Natur der Sache selbst liegt.Die Verkleinerungssylbe wird oft unmittelbar andas Wurzelwort selbst gesetzt, daher die Ableitungs-sylben e und en vorher weggeworfen werden müssen,zum Beweise, daß sie die Bedeutung des Stamm-wortes nicht merklich bestimmen: Däckchen,Büb-chen, Ämchen, Büschen, Bälkchen, Leist-chen, von Backen, Bube, Änre, Base, Bal-ken. Bestimmtere Ableitungssylben aber behaltenihre Stelle unverändert, Beutelchen, Schüssel-chen. Einige wenige leiden noch andere Verände-rungen, z.B. Mädchen, von Magd, ehedemMad. Wenn sich das Stammwort bereits aufeinen Hauch- oder Gaumenlaut endigt, so wird, denÜbelklang zu vermeiden, im Hochdeutschen noch dieSylbe el eingeschoben: Gprüchelchen, Löchel-chen, Dingelchen, Sächelchen, welche Formdenn doch nur der vertraulichen Sprechart eigen ist.
Etwas