2. Dessen Bildung. iz6. Z27
leitt, verkleinernde Gattungswörter zu bilden,eine den Oberdeutschen Mundarten vorzüglich eigeneAbleitungssylbe, daher die Hochdeutschen sie auchin der edlern Schreibart gern für das vertraulicherechen gebrauche». Die meisten Hauptwörter be-kommen dabey den Umlaut: Nlännlcin, Vlläus-«lein, Städtlein, Äüchlein, Häuslein, Fräu-lein, Rürhlein, Nmrrerlein. Die Endsi)lben eund en, werden von dem Stammworte weggelas-sen, Fähnlein, An.äblein, Büchlein, von Zxu^ct)en, Nüßlein, von I.üsicn; endiget es sich aufdie Ableitungssylbe el, so bleibet das eine l weg, da-mit jene nicht geschärft werde, Vögelein, Auge?lein, Engelein. Gehöret aber das l zur Wurzel,so würde die Verkleinerung zu hart lauten, daherman sie umschreiben, oder durch chen ausdruckenmuß: ein Stühlchen, Seelchen, Schnällchen,oder kleiner Stuhl, kleine Schnalle, fürSrühl-lein, Seellciu, Schnälllcin, welcher Harte durchdie Beybehaltung des e nicht abgeholfen wird,Schnällelcin, Seelelein. In einigen hat dieverkleinernde Form noch allerley Nebenbegriffe, einFräulein, seinMüthlcin kühlen. In den gemei-nen Sprccharten gehet diese Sylbe oft in el über,Mädel, Mündel, Ferkel. S. mein Wörterbuch.
llNg, ein Ding, Subject, vou welchem die ersteHälfte des Wortes etwas saget, genau verwandtmit ing. Gründling, ein Fisch, welcher sich aufdem Grunde aufhält, Spätling, ein Ding, wel-ches sich verspätet, Hänfling, ein Vogel, welchersich von Hanfe nährcr, Findling oder Fündling,sin gefundenes Kind. So auch Ankömmling,Äsiling, Jährling, Rämmerling, Silderling,Bückling, Lehrling, Erstling, Jüngling,Fremdling. Da es oft einen verächtlichen Nc-
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