2. Dessen Bildung. §. 159. zzg
DieLllarerialia haben keine eigene Ableitungs-sylbe, sondern es werden dazu entweder Wurzelwör-ter, oder mit andern Nachsylben abgeleitete ge-braucht: Erz, Spreu, Hanf, Flachs, Eisen,Silber, Rupfer, Erde.
§. 1Z9. Weit reicher sind 4. die Abstracta an Und der AbAbleitungssylben, und besonders an Nachsylben, ob stracren.es gleich wahrscheinlich ist, daß die meisten ur-sprünglich lauter Concreta bezeichneten, und erst inder Folge, bey weiterer Cultur und Verfeinerungder Sprache und der Erkenntniß, abstract gebrauchtwurden, daher sie in vielen Fallen auch wieder Ap-pellativa werden können. Wenigstens bezeichneteder Wurzellaut, welcher jetzt als eine abstracte Ab-leitungssylbe dienet, ursprünglich etwas coTlcretcs,obgleich diese Bedeutung bey den meisten langst ver-loren gegangen ist. Die vornehmsten sind folgende:
d, de, von Zeitwörtern mit Wegwerfung derBiegungSsylbe en, eine Handlung, und zuweilenauch einen Zustand zu bezeichnen: Jagd, von ja-gen, Freude, von freuen, Zierde, von zieren,Sünde, Gnade, Bürde, TVürde, Ärnde, Be-gierde, Huld, Geduld, Schuld, von lauter al-ten und zum Theil langst veralteten Zeitwörtern.Andere sind von dein Imperfect oder doch unmittel-bar von dessen Wurzel gebildet worden, da denn inmanchen das d für c zu stehen scheinet: Brand,Stand. In andern ist die Art der Bildung nichtmehr so deutlich, wie in Tugend, von raugen,Jugend u. s. f. welche wie Parncipia gestaltet sind»In Armuth scheinet uth für de zu stehen, oder dochmit demfelben gleich bedeutend zu seyn.
e, eine Beschaffenheit als selbständig darzustel-len, folglich von Adjectives, oder vielmehr von Ad-
verbiis,