Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
559
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Von den Zahlwörtern. §.261. 559

welche letztern Formen der Wurzelsylbe in dem ab-geleiteten Lateinischen cleL-em nahe kommen. End-lich ?. gehören zu den abgeleiteten Zahlen die Wör-ter hundert und rausend. Von jenem heißt derWurzellaut Hund, welches ursprünglich zchen be-deutete, nachmahls aber auch für sich allein die heu-tige Bedeutung bekam. DiejeS aber ist vermuth-lich aus dem alten <^ii5, zehen, und üum, hundert,zusammen gesetzt, oder vielmehr zusammen gezogen;daher beyde Wörter mehr für zusammengesetzte, alsfür abgeleitete, anzusehen sind. Man sehe von bey-den mein Wörterbuch, wo die jetzt gedachten Ablei-tungen weitläufiger bewiesen worden, als hier ge-schehen kann.

Zusammen gesetzte endlich sind: eilfund zwöl-fe, beyde eigentlich zusammen gezogene, aus ein,zwey, und dem alten lit> von iikan, bleiben, übrigbleiben, so daß sie so viel als eins und zwey überzehen bedeuten (S. mein Wörterbuch). Fernerdrcyzchen, vierzehcn, funfzehen (für fünfzeshcn, der gemeinen Aussprache nach fufzehn,) ftch-zehen, (für fechozehcn,) fiedzchen, (für sieden-zehen,) achtzehen und neunzehen.

Mit diesen Zahlwörtern können nun alle mög-liche Zahlen ausgedruckt werden. Man merke noch,daß fünf, eilf, besonders aber zwölf, um des ge-linden lautes des f willen, im Hochdeutschen gerndas mildernde e erhalten, funfe, eilfe, zrvölfe,welches auch wohl einige der übrigen einshlbigenZahlwörter, doch eben nicht nothwendig, bekommen,wenn sie am Ende eines Satzes zu stehen kommen,den Schluß der Periode mir einen? einsilbigenWorte D vermeiden: es kamen ihrer achte.Nur für zehne sagt man richtiger zehen.

§. 262^