Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
560
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56c> i.TH. 2. Abschn. 4. Kap.

Zusammen- §.262. Wenn Grundzahlen, für welche wirfttzung der im Deutschen keinen einfachen Nahmen haben, mitZahlen. Worten ausgedruckt werden sollen, so ist folgendeseingeführet.

1. Von dreyzchen bis auf hundert wird dieZahl der Einheit der Zahl der Zehner allemahl vor-an gefeht; wo doch wieder zwey verschiedene FalleStatt finden. (1) Von dreyzehen bis auf neun^zehen wird die Zahl der Einheit mit dem Zehnerzu einem Worte zusammen gezogen: dreyzehen,vierzchen, funfzehen, (für funfzehen, im ge-meinen ieben fufzehn,) fechzehen, (wo um desWohllautes willen das s weggelassen worden,) sieh--zchen, (mit Wegwerfung der Ableitungssylbe, wel-che man aber im Oberdeutschen behält, wo mansicdenzehen sagt,) achrzehen und neunzchen.Daß diese Wörter wahre Zusammensetzungen sind,und daher als ein Wort geschrieben werden müssen,wird aus dem Kapitel von den zusammen gesetztenWörtern erhellen, indem sie elliptische Ausdrückesind, wo das und ausgelassen worden. Dreyzehenu. s. f. ist so viel als drey und zehen. (2) Vonzwanzig an wird die Einheit vermittelst des Wört-chens und mit dem Zehner verbunden; und dieEinheitszahlen bleiben hier so vollständig und un-verändert, als wenn sie für sich allein stünden: einund zwanzig, zwey und zwanzig, fünf undzwanzig, fechs und dreyßig, sieben und fünf-zig u. f. f. Da der Einer hier den unselbständi-gen Zehner, nicht aber unmittelbar des Substantivbestimmet, so ist er auch nichts anders als ein Ad-verbium, und darf daher auch nicht gebogen werden,wenn er gleich der Biegung fähig wäre: ein undzwanzig Männer, ein und dreyßig Frauen,vor ein und fünfzig Tagen; nicht einer und

zwanzig