Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
561
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Von den Zahlwörtern. §.262. 561

zwanzig Männer, eine und dreyßig Frauen.In einigen Gegenden zählet man eins und zwan-zig, eins und dreyßig u. s. f. welches gleichfallswider diese Regel streitet, indem eins aus dem Neu-tro eines zusammen gezogen ist, und im Hochdeut-schen nur alsdann gebraucht wird, wenn das Zahl-wort ein ohne Hauptwort und ohne Beziehung aufdasselbe gebraucht wird (S. §.26;.). Da derEiner hier zur Bestimmung des Zehners, als einesunselbständigen Dinges, dienet, das Unselbständigeaber durch nichts, als durch etwas Unselbständiges,bestimmet werden kann (S. §. 7Z4.): so kann dasZahlwort ein hier auch nicht anders, als ein Adver-bium, folglich ohne alle Geschlechts - und BiegungS-laute, stehen. Eben dieses gilt von dem zween,zwo, zwey in denjenigen Gegenden, wo sie üblichsind. Wer zween Männer, zwo Frauen sagt,muß aus eben dieser Ursache doch zwey und zwan-zig Männer, zwey und dreyßig Frauen sagen.Eine andere Frage ist, ob dergleichen Zahlen nichtals ein Wort zusammen gezogen werden könnenoder müssen, wie von einigen versucht worden.Doch diese Frage ist sehr leicht zu beantworten,wenn man nur erwäget, daß es so wohl wider dieNatur der Sache, als wider die ganze 'Analogieist, zwey mit und verbundene Wörter zusammenzu ziehen.

2. Wenn die Zahl über hundert gehet, so wirddie kleinere Zahl, welche das Hundert und Tausendübersteiget, dahinter geseht, und gleichfalls vermit-telst des WörtchenS und mit der größern verbun-den: hundert und eins, (ohne Substantiv, undohne Beziehung darauf,) hundert und zwey, tau-send und zwey und zwanzig. Die Zahl derHunderte und Tausende aber wiro vorangesetzt: ein

Adel. V.Spr. Nn hun-