Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
591
Einzelbild herunterladen
 

Vön den Zahlwörtern. §. 277. 591

Briefe bekommen; es sind keine Blätter mehran den Bäumen; rvir sind ja mich keine Tho-ren. Wo es auch vor Collectivis , uiid in andernFallen gebraucht werden kann, wo man im Gegen^sah nicht ein anwenden darf: ich habe k^'inGcld;kein Mitleiden mit jemanden haben; er hatkeine Schuld.

Oder so, daß es absolute und ohne Substantivstehet, in welchem Falle es in den oben gedachtenEndungen die Geschlechtlichen wieder annimmt:es ist keiner davon gekommen; keiner vonbeyden, keine von beyden, keines von beyden-.Ingleichen mit dem Genitiv oder dem Wortchenvon, den Plural in den beyden ersten der eben ge-dachten drey Falle der vorigen Art auszudrucken:keiner von uns; keiner von meinen Freunden,edler keiner meiner Freunde; in der dichterischenSchreibart auch wohl mit der Oberdeutschen Inver-sion, meiner Freunde keiner.

Da dieses Zahlwort aus nicht ein, ehedem m'chein, nihein, zusammen gezogen ist, wie nulius ausiio-i uiluz, so ist es fehlerhast: i. wenn es da ge-braucht wird, wo keine Negation Statt findet, be-sonders nach Comparativen: schärfer, denn keinznxyschneidig Gchrverr, Ebr. 4,12. für ein;großer, als kein Mensch. 2. Wenn es Mit einerandern Verneinung verbunden wird, in welchemFalle die eine überflüssig ist: ich habe nie keinengeduldet; habt ihr auch je Mangel gehabt:'sie sprachen nie keinen, Lue. 22, 35. da nochkein Geld nicht war, da rvar die güldneAeit,OpiH; keine andere GeMligteit habe ich ihmnicht erzeigt, Gell, (die Stimme,) die sonst keineGeschöpfe nicht hörten, Klopst. Z. Wenn es fürnicht oder nichts vor andern Rcdetheilen als Sub.

staun-