Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
592
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592 i.TH. 2.Abschn. 4. Kap.

stant-ven gesetzt wird: Menschcnhülfe ist keinnun, Ps. 60, iz; das thut in die Länge keingut, für nicht gut; es waren keine zehen^llann, waren nicht zehen Mann.

r>l«l und §. 278. Viel und wenig stehen einander ent-wemz. gegen, indem jenes eine beträchtliche, dieses abereine geringe Anzahl von den Indiviouen eines Ap-pellativeS bezeichnet. Sie werden aus gedoppelteArt gebraucht, sowohl distributive, in Rücksicht aufdie einzelen Individua selbst, in welchem Falle sienur allein im Plural stehen können, und den be-stimmten Artikel nur selten vor sich leiden: vieleAinder haben; seiner wenigen Verdienste we-gen ; du sollst ein Vater vieler Völker werden;oder collective, so daß sie die heraus gehobenen In-dividua als ein Ganzes darstellen, da sie denn nurim Singular gebraucht werden können, und den be-stimmten Artikel öfter leiden, als im vorigen Falle:vieles Geld ausgeben; wenigen Lleiß auf-wenden ; die Sacke hat nur viele, wenigeNnihe gekostet; nicht viele Zeit übrig haben;ich hasse das viele plaudern; das wenigeGeld reicht nicht hin.

In beyden Fallen können sie sowohl mit demSubstantivs, als ohne dasselbe, stehen: viele sagenes; mit vielem hält man H>aus, mir wenigemkommt man auch aus.

An diesen beyden Wörtern hat sich die numera-lische Eigenschaft, so fern Zahlwörter einen eigenenRedetheil ausmachen, noch am längsten erhalten.Da der Gebrauch in Ansehung ihrer-so schwankendund unbestimmt ist, und alle Sprachlehrer von ih-nen schweigen, so will ich hier ein wenig umständ-licher von ihnen reden, zumahl da sie den Übergang

eines