594 r. Th. 2. Absicht!. 4. Kap.
tiv und Accusativ unverändert bleiben, nnd nur zu-weisen den Dativ, aber allemahl den Genitiv be-zeichnen.
a. Distributive: ich will dir viel Schmerszen verschaffen , i Mos. z, 16; er har so vielVorzüge in ineinen ?iugen, Gell, er har ihnenrecht viel schone Sachen geschickt) eben ders. viel-Hände inachen leichte Arbeit; es waren nurwenig Menschen da; ich sahe wenig L.eure;mir viel oder vielen Menschen, mir wenig oderwenigen Thalern ist es nicht ausgerichtet»Indessen wird viel in, Dativ nnr selten mehr, we-nig aber öfter unveränderlich gebraucht. DenGenitiv aber müssen beyde bezeichnen: vieler Ur-sachen wegen; um weniger Vergeltungenwillen.
b. Collective: viel Geld ausgeben; duhast mir wenig Freude gemacht; wenig Fleißaufwenden; zehn Thaler sind viel Geld; vielGeschrep und wenig 5Volle. Der Dativ wirdcm dem viel hier allemahl, an dem wenig aberauch oft nicht bezeichnet: mir vielem Gelde, mitwenig Geld; ein Mann von vielem Ansehen,von wenig Ansehen. Aber den Genitiv müssenbeyde bezeichnen: vieles Guten wegen, um wesniger Mühe willen.
Indessen ist diese ganze Form, nach welcherdiese beyden Wörter im Nominativ und Accusativunconcresciert und unbiegsam gebraucht werden, be-sonders in Ansehung des viel im gemeinen 4ebenund der vertraulichen Sprechart am üblichsten, auswelchen sie sich auch in manchen sprichwörtlicheilAusdrücken und einzelen Arten zu reden erhälrenhat: jemanden viel Gutes erweisen, viel Ge-schrey