Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
595
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Von den Zchlwörtern. §.278. 595

schrey machen. Nur wenig wird auch in denanständigen Schreibarten häusiger unbiegsam ge-braucht, und oft ist dieser Gebrauch nothwendig,weil die vollständige Concretion hier noch nicht soallgemein eingeführet ist, als bey dem viel.

Beyde Wörter lassen sich aber nur alsdann aufdiese Art gebrauchen, wenn sie kein anderes concre-fcierteö Bestimmungswort des Substanstivi vor sichhaben. Gehet der bestimmte Artikel oder ein Pro-nomen vorher, so ist die folgende concrescierteForm unentbehrlich: das viele Geld, die wem-gen L.eure, seine wenigen Verdienste, deinevielen Vorzüge. Nur wenig bleibt auch nachdem unbestimmten Artikel unverändert, der aberalsdann selbst in seine ursprüngliche adverbische Ge-stalt zurück tritt: ein wenig Mein, mir ein we-nig Ä)ein, um ein wenig N?eins willen.

Die Übereinstimmung mit andern Zahlwörternzeigt sich auch darin, daß viel in Fragennach Artder Ordnungszahlen gebeuget werden kann: der wievielre^ oder nach Art der Zehner, welche Form imHochdeutschen gewöhnlicher ist, der wie vielste?wo beyde Wörter um der gemeinschaftlichen Endsyl-be willen auch zusammen gezogen werden können,der wievielstes

z. Als wahre Adjectiva mit vollständigen Ton-cretions- und Flexions-jauten, auf welche Arr vielin den edlern Schreibarten allemahl, wenig abernur noch seltener gebraucht wiro: viele ^luderhaben; warum machst du so wenige IVorte?dazu werden wenige, viele Summen erfor?derc; wenige Thaler machen es nicht aus;so viele gme N?orre ich ihm auch gab; vieles

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