Von dem Beyworte. §.288. 609
Nahmen der Adverbien verstehet, in zwey Classentheilen müsse, und daß von den Beschaffenheitswör-lern die Adjectiva abgeleitet worden. Aber, weilsie da6 alteö nur dunkel empfanden, so vermengtensie das Beschaffenheitswort mit dem Adjective, ohnezu erwägen, daß letzteres erst durch die Concrerionzu dem wird, was es ist, nähmlich zu dem Adjecti-ve, folglich von dem Adverbio oder Beschaffenheit-..Worte wesentlich verschieden ist.
§. 288. Ein jedes Mannigfaltiges an einem Ursprungselbständigen Dinge, heißt, wenn es für sich al- der Aoje-lein, und dabey immer als unselbständig betrachtetwird, in der Sprache eine Verlassenheit, so baldes aber als an dem Dinge befindlich gedacht und be-zeichnet wird, eine Eigenschaft. In den Spra-chen, d. i. der Vorstellungsart nach, ist die Beschaf-fenheit eher, als die Eigenschaft, so widersinnig esauch dem ersten Anblicke nach scheinen mag, daßdas Abstractum eher seyn, oder vielmehr eher ge-dacht seyn sollte, als das Concretum. Allein, wennman bedenkt, wie Begriffe und Sprache entstandensind, so verlieret sich das Widersinnige, und die Sa-che wird leicht begreifflich. Der Verstand kann inseiner Kindheit nur sehr wenig auf einmahl fassenund übersehen. Er kann ein Ding nicht mit allenseinen Bestimmungen auf einmahl denken; er kannnicht einmahl eine Bestimmung mit dem Dingezugleich denken. Er muß eine nach der andern ab-sondern, sie für sich allein denken und bezeichnen, undbedarf, wenn er sie an dem Dinge befindlich ausdru-cken will, wieder eine neue Vorstellung, und folglichauch ein neues Zeichen derselben.
Auf diese Art mußten die Adverbia oder Ve-schaffenhcitsrvörcer ehe entstehen, als die Ad-A5el.jv.Spr. Qq jecciva