Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
610
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6iO I. Tl). 2.Abschn. 5. Kap.

jecriva oder Eigenschaftswörter, welche dahermit einem gewissen Zeichen, dem iaute der dunkelnEmpfindung derBeylegung oder Einverleibung, ver-sehen werden mußten. Diesen iaut wollen wir denConcretions-Laur nennen, weil er den Übergangeiner abstracten Beschaffenheit in eine concrescierteEigenschaft ausdruckt. Im Deutschen heißt dieserConcrer.ions-L.am durch alle Geschlechter undZahlen e: der gur-e Mann, die czm-eLrau,das gm-e Zxind, ein gm-e-r Mann, diegut - e 5 n Männer. Die Concrenon ist demnacheine eigene Biegung für die Bestimmungswörterdes Substantives, welche die abstract gedachte Be-stimmung, als an dem Dinge befindlich, und folg-lich concresciert darstellet. Alle Deutsche Adjectiva,sind ferner abgeleitete Wörter, welche vermittelstdieses ConcretionS-iauteS von Advcrbiis, als ihrenStammwörtern, gebildet find.

Diejenigen Adverbia, welche, um der gelindenAussprache ihres weichen Endbuchstabens willen, imHochdeutschen das mildernde e bekommen, z.B.blöde, müde, lose, leise, weise, herbe, enge u. s. s.dürfen dieses Concretions--e nicht von neuem an-nehmen, sondern das mildernde e gehet, so bald siezu Adjectiven werden, in dasselbe über.

Diesen Concretions-jcmt müssen eigentlich auchalle Umstandswörter bekommen, wenn sie ihren Be-griff dem Substantive, als einverleibt ausdrucken,folglich zu Artikeln, Zahlwörtern und PronominibuSwerden sollen, nur daß bey vielen derselben die Con-cretion mangelhaft ist.

welche n?cht §' 289. Ich behauptete, ein jedes Adjectivumals Adver- se>) von einem Adverbio abgeleitet. Wir haben in.bis üblich dessen Adjective, welche von ihrem Ursprünge ansind. bloß