Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
611
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Von dem Beyworte. §.289. 611

bloß zu Adjectiven bestimmt zu seyn scheinen, wenig-stens nicht ohne Concretion, folglich auch nicht alsAdverbia, üblich sind. Dahin gehören besonders:

1. Viele von Umstandswörtern gebildete Adje-ctive. Ein Umstandswort kann durch die bloß«Concretion wohl zu einem Artikel, PronomineundZahlworre, aber nicht zu einem Adjective werden,weil die Eigenschaft eine vorher gegangene Beschaf-fenheit voraus setzt, ein Umstand aber keine Beschaf-fenheit im grammarischen Verstände ist. Soll nunein Umstand dessen ungeachtet zu einer Eigenschafterhöhet werden, so muß solches vermittelst solcherAbleitungssylben geschehen, welche den Adverbieneigen sind, und vor dem Concretions-taute hergehenmüssen. Ein solches Wort kann aber mit wegge-worfenem ConcretionS-Zeichen nicht zu einem Be-schaffenheitSworte gemacht werden, weil ein Umstandkeine Beschaffenheit werben kann, und die entlehnteAbleitungssylbe bloß ein Hülfsmittel war, die iückezwischen einem Umstandsworts und Eigenschasts-worte auszufüllen. Dald ist ein Umstandswortder Zeit; soll dieser Umstand dem Substantive ein-verleibt werden, so muß das Umstandswort erst ver-mittelst einer der Sache gemäßen Ableitungssylbezu einem Adverbio gebildet werden, ehe es den Con-cretionS-Laut annehmen kann: baldig, die bal-dige Ankunft. Dieses baldig aber kann nichtals ein Umstandswort gebraucht werden, weil disSylbe ig nur eine Ableitungssylbe für Beschaffen,heitswörter ist, folglich wegfallen muß, fo bald dasWort unconcresciert gebraucht werden soll, bald»Dergleichen Wörter sind nun:

(a) Manche von Umstandswörtern der Zeitund des Ortes abgeleitete Adjective, welche veriuit-

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