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612 l. Th. 2. Abschn. 5. Kap.
telst der Sylbe ig dazu geschickt gemacht worden:bisherig, heuerig oder heurig, heurig, nun-mehrig, baldig, vorig, jenseitig, dortig. Istein solches Wort vermittelst einer den Umstandswör-tern eigenen Ableitungssylbe erst zu einem Um-standsworts gemacht worden, so muß diese wegfal-len, und der neuen Ableitungssylbe für Befchaffen-heitswörtcr weichen. Aus gefter--n, ob - en, jerz-t,allerseic- s, wird gestr-ig, ob-ig, jerz-ig, al-lerseits ig. Daslg und hiesig schalten, um deöWohllautes willen, noch das s ein.
(b) Die mit mahlig zusammen gesehen Zeit-zahlen, damahlig, abermahlig, nachmahlig,oftmahlig, dreymahlig, viermahlig u. s. f. wel-che, wie die vorigen, außer der Concretion nicht ge-braucht werden können, sondern alsdann damahls,abermahls, nachmahls u. s. heissen.
(c) Die vermittelst der Ableitungssylbe ervon Adverbien abgeleiteten Adjective, welche denUmstand des Ortes als eine Eigenschaft darstellen.Die Ableitungssylbe en für bloße Umstandswörtermuß auch hier vorher weggeworfen werden. Deräußere, innere, obere, untere, Hintere, vorde-re, von den Umstandswörtern außen, innen, oben,unten, hinten, vornen, oder vielmehr unmittel-bar von ihren Wurzeln aus, in, hinr, (welchesnoch im Oberdeutschen lebt,) ob, unr. Man haltsie gemeiniglich für Comparative von veralteten Po-sitiven, welches aber wenig tiefe Sprachkenntniß ver-rath, zumahl da auch ihre Bedeutung nichts com-paratives hat. Es sind wahre Positive, welche aber,um des Wohllautes willen, keine Comparative, wohlaber Superlative leiden.
(d) Alle Ordnungszahlen, der erste, zwey-te, dritte u. s. f. welche, erst ausgenommen, nicht
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