Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
675
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Von demPronomine. §.zzz.??4. 675

keine Sprache denselben verkannt hat; der Umstandde6 Ortes ist nicht weniger merklich. Allein denUmstand der Zeit, nebst so vielen andern Umstan-den haben sowohl die Deutschen, als andere Völ-ker, übersehen, daher sie denselben entweder durchbloße Umstandswörter ausdrucken, oder das Um-standswort nach vorher gegangener Verwandelungin ein Beschaffenhsitswort, zu einem Adjective con-crescieren: heur, der hem-ig ^ e Cag. Hatte esihnen gefallen, das Umstandswort unmittelbar zuconcrescieren, und z.B. heurcr zu sagen, so wür-den wir es mit allen ähnlichen mit unter die Prono-mina aufnehmen müssen, und alsdann eine neueClasse bekommen.

§. ?Z4. Eine andere Art der Eintheilung macht Fort-die Art des Gebrauches. Einige vertreten zugleich setzung.die Stelle des selbständigen Dinges, und suw folg-lich wahre Nahmen der Dinge, doch nur für denAugenblick der Rede weil sie von einem bloß zufal-ligen und veränderlichen Unistande hergenommensind. Dergleichen sind die persönlichen Pronomina,ich, du, er u. s. f. und, wenn man will, auch dieabstracten Possessiva der Meinige u. s. s. welche da-her Pronomina Substamiva genannt werden.

Andere sind zunächst nicht zu solchen Nahmenbestimmt, sondern sollen nur den Umstand dem selb-ständigen Dinge als einverleibt darstellen, und heis-sen daher Pronomina Adjectiva. Sie werdenauf gedoppelte Art gebraucht, indem sie ihr Sub-srantivum entweder unmittelbar bey sich haben, inwelchem Falle sie Consuncriva genannt werden,oder ohne dasselbe stehen, sich aber doch auf dasselbebeziehen, und alsdann heissen sie Ädjölma.

Uu 2 §. ZZ5.