Von dem Pronomme. §.342.34?. 685
derS. Sie wird allemahl als abwesend gedacht,und da der abwesenden Dinge sehr viele sind, somuß ihr Nahme das erste Mahl nothwendig ange-geben werden, worauf das Pronomen die folgendenMahle dessen Stelle vertreten kann. Das Prono»men der dritten Person ist also in dieser Betrach-tung zugleich wirklich relativ, weil es sich allemahlauf das vorher genannte Ding beziehet, oder dessenNahmen als bekannt voraus seßt, welches man vonden PronominibnS der beyden ersten Personen nichtsagen kann. Wenn aber der Nahme des Dingeswirklich genannt wird, so verstehet sich von selbst,daß das Pronomen wegfällt, weil die Person undihr Repräsentant zwar in der politischen Welt zu-gleich da seyn können, aber nicht in der grammati-schen. Wohl aber kann der Nahme der Personzur Deutlichkeit neben dem Pronomine wiederholtetwerden, wenn zu besorgen ist, daß der Zuhörer denersten Nahmen schon wieder aus dem Gedächtnisseverloren: er, dein Druder; sie, die Königinn.
Weil nun die dritte Person der Natur der Sa-che nach weit unbestimmter ist, als die erste undzweyte, so hat man im Deutschen auch gut gefun-den, sie im Singular nach den drey Geschlechternzu unterscheiden, er, sie, es. Allein im Pluralwerden alle Geschlechter nur auf einerley Art be-zeichnet, weil der Deutsche Plural überhaupt keineGeschlechter unterscheidet.
§. ?4Z. Das bestimmte Pronomen des sä'chli- Von demchen Geschlechtes es, welches mit dem folgenden bestimmtenunbestimmten nicht verwechselt werden muß, ist ^'noch mehr relativ, daher es auch kein Substanti-vum, selbst nicht in der Apposition, nach sich leidet.Man kann zwar sagen: er, der Redner, sprach,
aber