690 i. Th. 2. Abschn. 6. Kap.
Jemand und niemand sind mit Mann zu-sammen gesetzt, so fern es ehedem einen Menschen,eine Person bedeutete, und sein letztes n mit dem dvertauscht hat. Ersteres bezeichnet eine Personunbestimmt, ohne Angabe des Geschlechtes, ein, Individuum, von welchem man weiter nichts weiß,als daß eö ein Mensch ist: es ist jemand da: seinFreund oder sonst jemand. Niemand schließteine jede Person aus, und bedeutet, so viel als keinMensch: es kam niemand; es ist niemand da;nun rvill es niemand gethan haben. Daß beydekeines Plurales fähig sind,ei hellet schon aus ihrer Be-deutung undZusammensetzung. Da beyde alsPro-nomina gebraucht werden, so kann man ihnen nebstdem ähnlichen jedermann, d.i. ein jeder Mensch,immer eine Stelle unter denselben lasten, ob man siegleich sonst auch zu den Zahlwörtern rechnen könnte.I^reDecli- §. Z47- Es ist nur die Frage, ob und wie sie« risn. decliniret werden müssen. Den Genitiv auf s streitetihnen niemand ab: er ist niemanbs Lreund, derGlaube ist nicbc jedermanns Ding. Das letz-tere wird auch außer dem Genitive nicht weiter ge-beuget: es ist jedermann gesagt, gegeben wor-den; er Hasser jedermann. Niemand und je-mand werden außer dem Genitive gleichfalls sehrhäufig unbiegsam gebraucht: ich sahe niemand,er hac es jemand gegeben. Mein, da Fälle vor-kommen können, wo die Deutlichkeit die Bezeich-nung des Casus erfordert: es ist jemand gegeben. rvorden, wo jemand auch a!6 der Nominativ ver-standen werden könnte, so werden sie wenigstens insolchen Fällen gebogen, und bekommen alsdann imDative undAccufative en: es ist jemanden gege-ben worden. Für das ungewöhnliche jrderman-nen sagt man in solchen Fällen lieber einem jeden.
, Man