Von dem Pronomine. §.348.549. 69t
Man vermeide noch den in den gemeinenSprecharten üblichen Gebrauch des niemand undjemand mit den sachlichen Adjectiven: niemandVornehmes, jemand Fremdes, für kein Vor-nehmer, ein Fremder.
§- Z48. In eben dieselben gemeinen Sprechar- Prononik-ten gehöret der Gebrauch des unbestimmten Arti- '"icherBe-tels ein, wenn er ohne Substantiv für jemand, im ^"'H ^Gegensatze des kein gebraucht wird: es mochteeiner sagen; rvenn sich eins im Hause klagt,Gell, unter eines Vorhmäßigkeir stehen - fürjemand, jemandes; rvie viel Sorgen macheeinem nicht die lVelt, für einem Menschenoder uns; unser einer, jemand von meinem odervon unserm Stande.
. §. Z49. Man, der Wurzellaut des Substanti- Vou demves Mann, ist noch unbestimmter, und lafir nichtallein das Geschlecht, sondern auch die Person un,entschieden. Es wird daher nur im Nominative,und auch hier nur mit der dritten Person der Zeit-wörter gebraucht: man hat es mir gesagt, d. i.es hat mir jemand, nur eine Person, gesagt, oder, eshaben es mir mehrere gesagt. Man schreibt esmir von Amsterdam ; man findet allerleyLeute in der N?clr. Wenn also die Handlungvon der Art ist, daß sie nur einer bestimmten Per-son zukommen kann, so kann dieses Pronomen nichtgebraucht werden. Man kann z. B. nicht sagen,man hat die Melr erjchasten, weil dieses nurGott allein zukommen kann. Eben so widerwärtigklingt es, wenn man gegen andere, die man nichtgern mit du, er oder sie anreden will, dieses mangebraucht: man sct)!veic,e doch, man kommeher; weil hier ein bestimmter persönlicher Gegen-stand Statt findet.
X,r » Da