692 i.TH. 2.Abschn. 6. Kap.
Da dieses man nur allein im Nominative üb-lich ist,, so gebraucht man im Niederdeutschen undauch wohl in den gemeinen Sprecharten in den üb-rigen Endungen dafür das vorige ein: rvas mannicht gelernet hat, das kann man auch nichcvon einem fordern; wenn man andern dietVahrheir sagt, so wird man einem gram;es n?ird einem blutsauer. In der anständigernSchreib - und Sprechart kommt man, in Ermang-lung eines edlem gleich bedeutenden Ausdruckes, oftin Verlegenheit, da man denn dem Ausdrucke eineandere Wendung geben, oder die unbestimmtenAusdrücke mit bestimmtem vertauschen muß: wasjemand nicht gelernet hat, das kann man auchnicht von ihm fordern ; rvenn man anderndie lVahrheir sagt, fo wird man von ihnengehassec. , ,
Von dem §. ?5v. Es ist noch unbestimmter, und laßtundestmim- unentschieden, ob das Subject eine Person oder einten es. Ding ist: es rvird geschossen; wer ist das ^Antw. es ist ein Mann, eine Frau; ich bin es;es regnet; es donnerc; es heißt/ er fey ge-kommen; es klopfet jemand. Es ist freylichmit dem vorigen bestimmtem sachlichen Pronominedem Ursprünge nach einerley/ aber in der Bedeu-tung und dem Gebrauche noch von demselben unter-schieden. Wegen seiner sehr unbestimmten Bedeu-tung kann es nur allein im Nominative gebrauchtwerden, indem die übrigen Casus, wegen ihres be-stimmten Verhältnisses, dasselbe nicht dulden. Die-ses und das bestimmtere Pronomen sind eigentlichder dunkele Wnrzellauto, welcher zu Bezeichnungmehrerer dunkeler Vorstellungen und Verhältnissegebraucht wird, Z. B. deS sächlichen Geschlechtes,des Genitives, der Adverbien u. s. f. Bey den
unper-