Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
865
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Verbum. F. Compositum. §. 459. 865

cke, das Obst abnehmen, eine Sache beyle-gen, Geld darbringen, lassen sich ohne dunkeleBeziehung auf einen Ort nicht verstehen. Es istalso hier eine wahre Ellipsis, welch? denn gemeinig-lich in eine Menge von Figuren übergehet; z.B. ab?nehmen, vermindert werden, einen Srreic bey-legen u. s. f. Da nun zwey neben einander ge«stellte Wörter, wenn sie eine figürliche Bedeutungannehmen, zusammen gesetzt und als ein Wort ge-schrieben werden: so scheiner dieß die wahre Ursachezu seyn, warum man auch in diesen Fallen das Ver-bum mit seinem Bestimmungsworte, wenn das letz-tere vor demselben zu stehen kommt, zusammen ge-zogen. Da aber diese Wörter außer der Zusam-mensetzung noch nicht veraltet, sondern als Präposi-tionen noch völlig gangbar sind, ab und ob, wenig-stens noch im Oberdeutschen, so hat man sie auchnicht als untrennbare Partikeln betrachten können,daher nehmen sie ist den gewöhnlichen Fällen ihrenPlatz auch wieder hinter dem Verbo, da denn dieZusammcnziehung natürlicher Weise wieder auf-hörst.

Es sind zwar unter diesen Partikeln einige, wel-che vielleicht nie als Präpositionen üblich waren, wiedar, her, hin, los, weg, wieder, rmlu-,, nndselbst zu in der Bedeutung, in welcher es mit Ver-bis vorkommt; allein da diese Wörter gleichfallsvon der Art sind, daß eine dunkele Vorstellung desOrtes und der Zeit dabey Statt finden muß, so istauch hier eine Ellipsis, lind nicht selten gar eine Fi-gur, daher man allerdings, berechtigt gewesen, siemit dem Verbo als ein Wort Zu schreiben.

Dieser Grund entscheidet zugleich die noch vonkeinem Sprachlehrer beantwortete Frage, welche Par«titeln man mit ihrem Verbo als ein Wort zu schrei-Adel.jO.Spr. Jii ben