Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
864
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864 i.TH. 2.AbsW. 7. Kap.

Da diese trennbaren Partikeln in der Stellungvon andern Umstandswörtern in keinem Stücke un-terschieden sind, außer daß sie, wenn sie vor demVerbo zu stehen kommen, mit demselben als emWort geschrieben werden, so fallt die Ursache, war.um man diesen Vorzug gerade nur diesen neunzeheneingeräumet hat, nicht sogleich in die Augen. Un-sere aitesten Schriftsteller kennen diese Zusammen-zichung noch nicht, wenigstens nicht allgemein, son-dern nur noch hin und wieder, und schreiben daheröfter abe nehmen oder ab nehmen als abneh-men. Der Gebrauch ist erst in den spätern Zeitenallgemein geworden, und da derselbe doch eine Ur-sache, wenigstens eine dunkel empfundene Ursachegehabt haben muß, so kommt es darauf an, dieseUrsache ausfindig zu machen. Daß sie Umstands-wörter sind, hat hier keinen Einfluß, weil so vieleandere Umstandswörter, z. B. heure, gestern,auch, fest, entgegen, gewiß, gleich , spät, oft,selten u. s. f. nie mit dem Verbo zusammen gezo-gen werden. Daß die meisten außer der Zusam-mensetzung Präpositionen sind, kläret etwas auf,aber noch nicht alles. Der wahre Grund der Zu-sammenziehung scheinet die elliptische und figürlicheBeoeutung zu seyn, welche, wie in dem folgendenTheile gezeiget werden wird, allemahl Zusammen-setzungen macht. Die meisten dieser Umstandswör-ter sind noch jeßt Präpositionen, und viele, welchees jetzt nicht mehr sind, waren es doch ehedem, wiefsrr, nieder. Als Präpositionen wollen sie dieSache, deren Verhältniß sie bezeichnen, genanntwissen; da sie aber in der Zusammensetzung mit Ver-bis nur als bloße Umstandswörter stehen, so fällt die?se Benennung der Sache weg, muß aber wenigstensdunkel darunter verstanden werden. Die AuSdrü'

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