Verbum. io. Impersonale. §.448. 877
hen müssen, weil e6 so viel ist, als einer den andern.Die Regel wird also richtiger so lauten: alle ei-gentliche Reciproca im engsten Verstände, und alleauö Neutris gebildete Reciproca leiden nur alleinsich, dagegen die Transitiva, wenn sie als Recipro-ca gebraucht werden, Statt dieses Pronominis aucheinander bekommen können.
§.447. Einige Verba, werden in eitler und Absolut«eben derselben Bedeutung sowohl absolut als reci-und reci-prok gebraucht: sich irren und irren, sich mitjemanden zanken, und mir jemanden zanken,sich anfangen, ehedem nur anfangen, als einIntransitivum, welches doch jeht wenig mehr ge-braucht wird, sich vor etwas scheuen und crwasscheuen. Daß die Reciproca auch unpersönlichgebraucht werden können, werden wir im folgendenAbschnitte sehen.
w. Von dem Verbo Impersonali.
§. 448. Ein Verbum ist ein Redethcil, welcher Erklärungein Prädicat einem Subjecte wirklich beylegt, oder derselben,als in der Beylegung begriffen darstellet. Ist dasSubject nach der Person bestimmt, so heißt es einpersönliches Verbum, wenn aber das Subjectso unbestimmt ausgedruckt wird, daß eö unentschie-den bleibt, ob eö eine Person oder Sache ist, soentstehet ein unpersönliches Verbum, oder Ver-bum imperssnale. Da dieses unbekannte Etwasnur in der dritten Person Statt finden kann, weildie erste und zweyte schon an und für sich selbst sehegenau bestimmt sind, so kann ein unpersönlichesVerbum nur allein in der dritten Person gedachtwerden, wo es aber in allen Zeiten und Modis ge-braucht werden kann; das unbestimmte Subject
aber