Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
878
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8?8 t.G. s.Abschn. ?.Kap.

aber wird in allen Fällen durch das unbestimmtePronomen es ausgedruckt, es donnert, es regne-te, es har geschneyer, es harre geknallt, eswird hageln; wo immer unentschieden bleibt, wasfür ein Wesen es ist, welches donnert, regnet u. f. f.

Eigentlich ist es nur die dritte einfache Person,welche eines so unbestimmten Ausdruckes fähig ist,daher auch alle eigentliche unpersönliche Verba nu?allein in dieser möglich sind. Allein, da die Deut-schen, aus einem in ihrer Constructions-Ordnunggegründeten Ursache, oft gewohnt sind, ein bestimm-tes Subject unbestimmt anzukündigen, und alsdanneigentlich persönliche Verba unpersönlich zu gebrau-chen, so findet alsdann auch der Plural Statt: eskommen Menschen, es gingen allerley Gesrüchte, welche Art des Ausdruckes doch nur sehruneigentlich unpersönlich genannt werden kann, in-dem das Subject wirklich bestimmt da ist, ob esgleich unbestimmt angekündigt wird. In der lehrevon der Folge derWörter werden wir bemerken, daßdie Deutschen von dem Unbestimmter» zu dem Be-stimmtem fortgehen, und daher das Subject ge-wöhnlich zu Anfang der Rede sehen, weil es erstdurch das Pradicar bestimmt wird, folglich, in An-sehung der Rede, der unbestimmteste Theil dersel-ben ist. Allein oft erfordert der Nachdruck, dieganze Aufmerksamkeit auf dasselbe zu richten, undes folglich an das Ende des Satzes zu stellen, wel-ches aber in der gewöhnlichen Wortfolge nicht an-ders geschehen kann, als durch eine unbestimmtesAnkündigung des nachfolgenden bestimmten Subjs«ctes: es kommen Menschen, es gingen aller-ley Gerüchre, für die mattern, Menschen kom^wen, allerley Gerüchts gingen.