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Hand weisen solle; ist dieß nicht übertrieben? ich glau«be, nein — doch, meine Verantwortung ist viellan»ger, als Ihre Kritik geworden: verzeihen Sie einemAutor, der so stolz auf Ih re Freundschaft ist , daß ergern Ihr Lod verdienen möchte. Künftig wollen wirvon etwas mteressantern plaudern. Des Gras vonCaylus Leben schicke ich Ihnen , so bald ich es erhalte.Leben Sie wohl, und lieben Sie ferner zc.
l^ch schicke Ihnen, theuerster Freund, meinenneuen Beytrag zum Theater brühwarm: wiesehr wird es meiner Eitelkeit schmeicheln, wenn erIhnen nicht mißfallen sollte! es ist die einzig? Beloh-nung , die wir witzigen Schriftsteller uns wünschen , sowenig Stolz wir auch immer affektiren mögen: undeinem Kenner, einem Klotz , zu gefallen, ist immernoch in meinen Augen ein Ehrgeiß, der vergebungStwürdig ist. Glauben Sie deswegen nicht, liebsterFreund, daß ich Ihre Kritiken dadurch verbittenwill! nein, sie werden mir willkommen und heilsamseyn; ich werde meine Fehler kennen lernen, und siezu verbessern suchen: da ich selbst die Mine des Kunst»richterS annehme, so würde mir cö am allerübelstenanstehen, wenn ich einen vernünftigen Tadel nicht ver»tragen könnte: sagen Sie mir selbst, daß ich meinerMuse den Abschied geben soll, und ich werde es ohneWiderwillen thun: ein verbotener Umgang, wie ich
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