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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
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tischen Alpen k) wendet in einiger Krümmung seinenjauf gegen Abend 1); und ergießt sich dann in dennördlichen Ocean m). Die Donau quillt aus der feinst

und

Berge, welcher der Vogel, oder St. Bernharden heißt,daher der Hinterrhein, dachte Tacitlts wohl nicht,k) Oder nach dem Cascr (Gallisch. Krieg IV. 10) aufden Lcpontischen Alpen; es sind die Graubündnec -Alpen. Bergl. Claudianus Gctisch. Krieg (B. 330,f.); auch Pomponius Mela (II 2), Ptolcmaus (Geo-graph. II. 9), und Strado, (VII,) lassen ihn aufden Alpen entspringen.3) Diese Krümmung gegen Abend macht er ohnweit Cost«nitz bey dem Austritt aus dem Bodensee, durchwelchen er hindurchstcömt, und in der Richtung biSBasel fortfließt,w) Hier ergießt sich der Rhein sogleich in das deutscheMeer, oder in die Nordsee; aber in den Annaleirdes Tacitus (II, 6.) wo er seinen Lauf ausführlicherbeschreibt, wird auch der zwey Arme erwähnt, die,seit der Pandersche Canal gegraben wurde, vera'n«dcrt sind mit welchen er zuletzt in das mitternachtsliche Meer fallt. Es heißt ausdrücklich: derRhein vermischt sich mit der Nordsee, d. i. er ver-liert sich in derselben, setzt nicht seinen Lauf, wiemanche andere Flüsse, durch die See, oder durcheinen andern Strom, unvermischt fort; wie wievon der Donau wissen, deren Strom und Wasser,im Meere viele Meilen weit bemerkbar ist: auchvon dem Rhein und der Mosel, [wenn sie sich beyCoblenz vereinigen.