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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
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Zweytes Kapitel.

Von dem Ursprung, den Stammväternund dem Namen der Germaner.

<^?^ie Germaner selbst a), beucht mir, sind Einge»borne b); gar nicht mit fremden Völkern durchEinwanderungen und Besuche vermischt c): da die,welche vi)r Zeiten andere Wohnplätze suchten, nicht zu

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3) Die wirklichen, eigentlichen Germaner: die Einge-wanderten sind hier ausgeschlossen.

t>) Ein Urvolk, eine Nation, aus ihrem eigenen Landeerzeugt. So hießen bey den Alten die ersten Be-Mohyer eines Landes, deren Ursprung unbekanntwar; man nannte sie auch Erdensöhne, Erdenge-dorne. Aber waren nicht ursprünglich die Deutschen'Asiatische Colonisten? Das sind sie ohne Zweifel;und doch konnte sie Tacitus Einheimische, oder Lan-dcseingeborne nennen: denn ihre Niederlassung gehtweit über die Geschichte hinaus, und seitdem blie-bcn. sie ein unvcrmtschtes Volk ihres Landes; auchin ihren eigenen Sagen findet sich keine Spur.

c) Sie verhcyrathcten sich nicht mit Auslandern, dieetwa als Gaste, oder in Colonieen, zu ihnen gclom-men waren. Vergl. Kap. 4. dieses Buchs am An-

sang.